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Peter Ferdinand Drucker †
Drucker Societies in über 20 Ländern, siehe Website: http://www.druckerinstitute.com Hermann Simon geboren am 10.02.1947, studierte Volks- und Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Köln und Bonn. Seine Promotion und Habilitation legte er bei Horst Albach an der Universität Bonn ab. Bevor sich Simon ganz der praktischen Unternehmensberatung widmete, war er Professor für Betriebswirtschaftslehre und Marketing an den Universitäten Mainz (1989-1995) und Bielefeld (1979-1989). Simon lehrte als Gastprofessor an der Harvard Business School, Stanford, London Business School, INSEAD, Keio-Universität Tokyo und am MIT. Von 1985 bis 1988 leitete er das Universitätsseminar der Wirtschaft/Schloß Gracht bei Köln. Prof. Simon ist heute Vorsitzender der Geschäftsführung der SIMON KUCHER & PARTNERS Strategy & Marketing Consultants mit Büros in Bonn, Boston, Frankfurt, München, London, Mailand, Paris, San Francisco, Tokyo, Warschau, Zürich u.a. und hat mehr als 30 Bücher veröffentlicht. Simon ist regelmäßiger Kolumnist in mehreren Wirtschaftsmagazinen (seit 1988 im Manager Magazin) und Herausgeberbeirat zahlreicher Fachzeitschriften. International bekannt wurde er vor allem mit seinem Weltbestseller Hidden Champions aus dem Jahre 1996, in dem er die Erfolgsfaktoren mittelständischer Weltmarktführer analysierte. Prof. Simons Schwerpunkte liegen im Bereich Strategie und Marketing. Er verfolgt eine Hidden-Champions-Strategie: Fokus und Globalisierung, und wächst damit im gegenwärtig stagnierenden Beratungsmarkt gegen den Trend. Prof. Simon hinterfragt aktuelle Managementmoden und stellt konträre Denkweisen vor. Er war mit Peter Drucker befreundet. Simon-Zitat: “Je erfolgreicher Sie sind, desto wichtiger ist es für Sie, nüchtern und bescheiden zu bleiben. ... Bleiben Sie lieber ein Hidden Champion.“ Stimmen über Hermann Simon: „Sieg der Vernunft.“ (ChangeX); „Hidden Champions – ein Begriff, der nachdem der Bonner Consultant Hermann Simon sein Buch mit diesem Titel veröffentlichte, die europäische Geschäftssprache eroberte und nun in allen Bereichen verwendet wird.“ (www.oberfranken.de) Wichtige Bücher: Hidden Champions des 21. Jahrhunderts. Die Erfolgsstrategien unbekannter Weltmarktführer, Frankfurt, 2007; Der gewinnorientierte Manager - Abschied vom Marktanteilsdenken, Frankfurt, 2006; Think - Strategische Unternehmensführung statt Kurzfrist-Denke, Frankfurt, 2004; Strategie im Wettbewerb (2003); Das große Handbuch der Strategiekonzepte (2000); Profit durch Power Pricing (1997) sowie Hidden Champions (dt. Die heimlichen Gewinner), Frankfurt, 1996 Persönliche Website: http://www.simon-kucher.com/ Fredmund Malik geboren am 01.09.1944 in Lustenau/Österreich, studierte ab 1968 in Innsbruck und St. Gallen Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Logik und Wirtschaftsphilosophie. Das Studium schloss er in St. Gallen mit Promotion und Habilitation ab. Seit 1978 ist er Professor für Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Unternehmensführung, seit 1977 leitet er außerdem das Management Zentrum St. Gallen (heute: Malik Management Zentrum St. Gallen). Sein Managementmodell setzt sich aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen zusammen, wobei Kybernetik und Systemtheorie als transdisziplinärer Ansatz in allen Gebieten zur Anwendung kommt. In Führen, Leisten, Leben hat Malik sein Ziel erreicht, Managementkybernetik einem breiten Publikum vorzustellen und ohne deren komplizierte Begrifflichkeiten zu verwenden. Maliks Botschaft mit den Worten vom managerMagazin: „Auf Charisma kommt es nicht an beim Führen, sondern auf Pflichterfüllung und solides Managementhandwerk.“ (managerMagazin, April 2005) Prof. Malik ist befreundet mit Peter Drucker, weitere Einflüsse liegen unter anderem bei Hans Ulrich (St. Gallener Begründer der systemorientierten Managementlehre) und Kybernetikern wie Norbert Wiener und Heinz von Foerster. Malik-Zitat: „Kaum anderswo kann unwidersprochen so viel Unsinn verzapft werden.“ Stimmen über Malik: „Malik liebt langweilige Manager – mit gutem Grund“ (Frankfurter Allgemeine Sonntagzeitung); „Star der Stagnation“ (Manager Magazin), Wichtige Bücher: Richtiges und Gutes Management, Bern, 2005; Gefährliche Managementwörter und warum man sie vermeiden sollte, Frankfurt, 2004; Führen, Leisten, Leben. Stuttgart, 2000; Strategie des Managements komplexer Systeme. Bern, 1984 Video über Fredmund Malik zum Download (SWR-Sendung vom 25.11.2006): http://www.mom.ch/htm/422/de/Detailansicht.htm?returnList=302&artikelgruppe=2621&cpmedium=Buch Persönliche Website: http://www.mom.ch/ Michael E. Porter geboren 1947 in Ann Arbor, studierte Ingenieurswissenschaften an der Princeton University. 1971 folgte ein MBA an der Harvard Business School und 1973 dort sein Ph.D. Mit 26 Jahren wurde er einer der jüngsten Ordinarien in Harvard. Er ist Mitbegründer der Beratungsgesellschaft Monitor Group. Prof. Porters Interesse gilt einer erfolgreichen Langzeitstrategie, die heute an allen Wirtschaftshochschulen gelehrt wird, an die sich Manager in turbulenten Zeiten aber immer weniger halten. Porter kritisiert Manager, die sagen, sie hätten eine Strategie, aber damit meinten, die beste Qualität zu den niedrigsten Kosten zu produzieren, um damit ihre Unternehmen zu konsolidieren. Das sei Best-Practices-Management, “that’s not a strategy.” Sein Motto könnte mit “Strategy is about being different and focused” charakterisiert werden. Porter-Zitat: „Mit jedem neuen Management-Instrument wurde lediglich eine weitere Runde im Wettlauf um kontinuierliche Leistungsverbesserungen eingeläutet, mit meist zerstörerischen Folgen und selten mit einem klaren Gewinner.“ Stimmen über Porter: „World’s best-known business academic“ (Fast Company). Wichtige Bücher: Wettbewerbsstrategie, 1980; Wettbewerbsvorteile, 1985 Persönliche Website: www.isc.hbs.edu/about-staffbios.htm Philip Kotler geboren 1931, machte seinen Master an der University of Chicago und seinen PhD am MIT in Boston, beide in Wirtschaftswissenschaften. Er hat eine Professur für Marketing an der J.L. Kellogg Graduate School of Management, Northwestern University, Evanston/Illinois. Prof. Kotler gilt als Marketingguru, sein Verdienst ist es den früher eher peripheren Unternehmensbereich ins Zentrum unternehmerischer Aktivitäten gestellt zu haben. Aufbauend auf Peter Druckers Fokus Kundenorientierung statt Preis- und Vertriebsorientierung löste Kotler den Begriff Marketing von reinen Verkaufsaspekten und öffnete ihn für kommunikative und beziehungsorientierte Prozesse. Seine Ansätze finden weltweit eine große Resonanz. Kotler definiert Marketing mit „Bedürfnisse profitabel befriedigen“. Gute Unternehmen befriedigten seines Erachtens Bedürfnisse, hervorragende Unternehmen schufen hingegen Märkte. Kotler-Zitat: „Anstatt in jedem Menschen den potenziellen Kunden zu sehen, müssen wir den Menschen in jedem Kunden sehen.“ Stimmen über Kotler: „The most influential marketer of all time.“ (Financial Times) Wichtige Bücher Marketing Management, Stuttgart, 2001; Die 10 Todsünden im Marketing, Düsseldorf 2005; Laterales Marketing für echte Innovationen, Frankfurt, 2005 Persönliche Website: www.kotlermarketing.com The Gurus of Gurus Interessant sind auch die Ergebnisse der Umfrage What’s the Big Idea? von Laurence Prusak und Thomas Davenport, die im Dezember 2003 in der Zeitschrift Harvard Business Review vorgestellt wurde. Sie fragten 200 weltweit anerkannte Managementdenker, wer für sie die einflussreichsten Vordenker sind. Die Top 10 der Liste sind Peter Drucker (1909-2005)), James March (Soziologe/Stanford; *1928), Herbert Simon (Organisationstheoretiker/ Nobelpreisträger, 1916-2001), Paul Lawrence (Organisationsforscher/Harvard, Peter Principle), Richard Beckhard (Managementtheoretiker/MIT, 1918-1999), Fernard Braudel (Historiker/ Paris, 1902-1985), Henry Mintzberg (Managementtheoretiker/McGill, *1939), Joseph Schumpeter (Harvard, 1883-1950) und Karl Weick (Sozialpsychologe/University of Michigan, *1936). Der Blick auf diese Namen zeigt, wie sich manche Managementdenker über viele Jahrzehnte halten, und wie interdisziplinär sich deren Qualifikationen zusammensetzen. Das meiste, über was wir heute im Management diskutieren, geht auf eine Handvoll Experten aus der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts zurück. Die Gurus der Gurus sind vorwiegend Sozialwissenschaftler. Wirtschaftswissenschaftler sind kaum vertreten. Wenn Sie also in den Kern vieler aktueller Managementkonzepte vorstoßen wollen, können wir Ihnen nur raten, sich auch diese Klassiker und "Graue Eminenzen" im Hintergrund der Managemententwicklung einmal genauer anzusehen und ihre Bücher im Original zu lesen. Gegenwärtige Entwicklungen und Modezyklen im Management können wir nur dann verstehen, wenn wir einen Zugang über die „Klassiker“ wählen. | ||||||||||||||